22.06.2019. von Mia

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Auch in Nordirland gibt es jede Menge zu entdecken. So zum Beispiel die Top-Attraktion, den Giant's Causeway. Eine enorme Vielzahl von gleichmäßigen Basaltsäulen deuten die einstige vulkanische Aktivität auch in dieser Gegend an. Mit uns sind viele viele viele ... Besucher auf dem Weg des Riesen unterwegs, der die Basaltsäulen vor langer Zeit ins Meer warf, um nach Schottland rüber zu machen.

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Später wandeln wir auf den Spuren von Games of Thrones, ohne je eine Szene davon gesehen zu haben. Die Gegend und überhaupt die ganze INsel ist ein wahres Mekka für Filrmfans, auch auf den SPuren der Jedi-Ritter waren wir bereits unterwegs. Nun ist es nur eine Allee aus Buchen - The Dark Hedges, die wir durchwandeln. Die Bäume mit ihren FOrmen und Verästelungen geben jedoch ein wunderbares Bild und Fotomotiv ab. Aufgrund des großen Andrangs der Serienfans ist die Straße zwischenzeitlich für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch zu Fuß begehbar. EInige Besucher beschränken sich gar auf das FOtografieren der Hinweistafel auf das Filmset ...

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Neben der wunderschönen Küste, die auch Nordirland zu bieten hat, und an der sich kilometerlange und breite Strände mit aussichtsreichen Steilklippe abwechseln, wollen wir auch Belfast nicht einfach links liegen lassen. Noch einmal wollen wir uns ein BIld von den noch heute sichtbaren Spuren des BÜrgerkrieges zwischen den Republikanern und den Royalisten machen. Und diese Spuren sind auch heute noch einfach zu finden, denn ein meterhoher Zaun durchzieht die Wohnviertel der jeweiligen Seite - höher als die ehemalige Berliner Mauer, mit Stacheldraht und eisernen Toren. Auf den jeweiligen Seiten propagieren viele, teilweise haushohe gemalte Wandbilder die politischen Meinungen beider Seiten - manchmal mit soviel Pathos, dass einem schon Angst und Bange wird, wenn der wohl künftige britische Premier JOhnsen den harten Brexit durchführt ... Im republikanischen Viertel spricht uns ein Mann an, fragt uns, ob es uns hier gefällt ... ein wenig Smalltalk später gibt er uns dann noch den ernst gemeinten Hinweis, dass wir uns hier, also in seinem - katholischen - Viertel sicher fühlen könnten, "drüben" auf der anderen Seite, also zwei Straßenzüge weiter, würde man alle Katholiken erkennen und dort sei es dann auch nicht mehr sicher - und führte seine Hand vor dem Hals aussagekräftig entlang. Ohnehin seien wir ja gerade auf dem einzigen wahren "Gottes Land" unterwegs ... er würde uns wahrscheinlich gern weiter auf dem "richtigen" Weg begleiten, wir sind froh, weiterzukommen und sehen uns ein paar MInuten später im "Feindesland" um, "Gott sei Dank" ohne weitere Zwischenfälle ... ach ja ... die Mauer, die die Stadtteile trennt, heißt übrigens Peace Wall ...;-)

Am Abend finden wir wieder ein einsames wildes Plätzchen für uns genau am Meer, nachdem wir uns im äußerst gemütlich und interessant eingerichten Restaurant und Pub Fitzgerald (mit Zoo und Biergarten ... also eines von der Sorte, in denen man den ganzen Tag verbringen könnte) noch den Abend mit äußerst leckeren Muscheln und natürlich auch leckerem Bierchen den Abend versüßt haben.

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Es war übrigens der erste völlig regenfreie Tag in diesem Urlaub ...

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Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück am Meer machen wir uns auf in Richtung Dublin, der letzten Station unserer Reise. Dublin selbst hat keinen Campingplatz, also suchen wir uns ein Guesthouse relativ zentral gelegen und einen für die Stadt noch annehmbaren Preis. So lernen wir dann auch das öffentliche Nahverkehrssystem von Irlands Hauptstadt kennen, zumindest das, was man bei uns als S-Bahn bezeichnen würde. Das richtige Ticket ist schnell gekauft, nur dass dieses erst beim Ausgang entwertet wird, kostet uns einige Nerven. Aber fünf Minuten später sitzen wir im richtigen Zug und befinden uns zehn MInuten später im City-Getümmel. Das erste, was auffällt, ist die enorme Anzahl an Bussen, die unterwegs sind - es sind so viele, dass an den Ampel reger Busstau besteht, teilweise acht Stück hintereinander. Überhaupt ist es recht quirlig in der Innenstadt, woran wir uns wohl erst wieder gewöhnen müssen. Wir durchstreifen die Stadt, bummeln über das Universitätsgelände mit seinem wunderschönen alten Gebäuden, ein typisch britisches College. Hier befindet sich auch die alte Bibliothek, die ansich schon ein Augenschmauß ist. Der Long Room, der Hauptlesesaal ist 65 m lang und geht über mehrere Etagen. HIer riecht man förmlich die über 200.0000 alten Bücher. Hauptattraktion ist das "Book of Kells", Irlands Nationalschatz, um 800 entstanden und faszinierend farbenfroh illustiert.

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Nach soviel Hochkultur zieht es uns dann abends doch ins Viertel Temple Bar, die Ausgehmeile von Dublin schlechthin. Das "wahre" Irland lässt sich hier angesichts der Touristenmassen, die durch die engen Straßen strömen, in denen sich Bar an Bar reiht, wohl nicht mehr entdecken, dennoch wollen auch wir uns das Spektakel nicht entgegen lassen. Die Qual der Wahl fällt wohl eher aus dem Grund, dass andere Läden bereits um 19 Uhr rappelvoll sind, auf einen Laden, dem wir erst knapp 3 Stunden und viele Bierchen später gutgelaunt wieder entkommen. Eine richtig gute Live-Band mit Gitarre und FIdel wusste uns als auch die Massen, die wenig später, nachdem wir unser erstes Bierchen und noch einen freien Platz gefunden hatten, zu begeistern. Das war ein richtig guter Abschluss in Irland, denn schon am nächsten Tag wartet die Fähre, die uns wieder auf den KOntinent nach Frankreich brint, auf uns. Doch bevor es soweit ist, lassen wir uns auf der Halbinsel Howth, die schon fast zum Stadtgebiet von DUblin gehört, noch einmal ein wenig Seeluft um die Nase wehen, wandern noch eine Weile an den Klippen entlang, lassen uns ein letztes Mal preisgekrönte Fisch und CHips schmecken und rollen dann - wie immer mit etwas Wehmut ob des nahenden Reiseendes - in den Fährhafen ein. Pünktlich um 16 Uhr legt die W.B. Yeats der Irish Ferries ab ...

Goodbye Dublin ... Goodbye Ireland ... we'll meet again ... someday ...

Letzte Änderung am Samstag, 22 Juni 2019 10:05

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