02.06.2019. von Mia

Engländer und Normannen

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Es kann vorkommen in Irland...

... tja, es, das ist in diesem Fall Regen. Und davon hatten wir bisher jeden Tag, mal etwas weniger, mal etwas mehr, wie in der letzten Nacht und am Morgen. Mit einem guten Frühstück gestärkt rollen wir zu einem schönen Strand, Britta's Bay. Aber die Strandspaziergänge heben wir uns dann eben für später auf. Dafür macht sich bei solchem Regenwetter eine Castle-Besichtigung ganz gut. Nachdem wir die Ruinen von Ferns Castle zunächst selbst erkundet hatten, bekommen wir wenig später noch eine Gratis-Privat-Führung durch die alten Gemäuer. Von den englischsprachigen Erklärungen verstehen wir zumindest soviel, dass Ferns Castle einen Wendepunkt in der irischen Geschichte bedeutete, der die Engländer und die Normannen, wenn auch auf Umwegen, ins irische Ländle brachte. Zumindest, was die Engländer angeht, "a big mistake", wie uns unsere irische Castle-Führerin erklärt. 
Dann gleich noch ein Castle in Enniscorthy, wobei wir dieses nur von außen mitnehmen, und hier vielmehr ein wenig durch die Stadt schlendern, wo wir eigentlich eine Kaffeepause machen wollen, uns aber völlig unerwartet Fish and Chips widerfährt. Gemütlich schmausend auf einer Bank mitten auf dem Marktplatz beobachten wir das Treiben um uns herum.

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Der Weg führt uns weiter gen Süden. Hier im SÜdosten soll angeblich die wärmste und trockenste Ecke Irlands sein, also warum nicht mal die Erdbeeren probieren, die am Straßenrand verkauft werden. Die Stände erinnern an Karls's Erdbeerhof (der längst kein Hof mehr ist), die Früchte sehen genauso groß und lecker aus und haben zumindest jetzt den gleichen Preis, wie die ersten von Karl's, die wir noch in Berlin gekauft hatten. Die hiesigen werden allerdings im Gewächshaus von 1 m hohen Pflanzen gepflückt und schmecken zwar gut, aber lange nicht so süß. 
Weiter nach Aüden bis nach Hook Head, wo der älteste Leuchtturm Irlands, und - so lesen wir - es ist auch der älteste noch in Dienst befindliche Leuchtturm der Welt. Hier auf flachen ausgesetzten Halbinsel pfeift der Wind, die Wellen klatschen gegen die Küste mit einigen bizarren Felsen. Wir lassen uns auf einer RUnde den Wind umd die Ohren wehen, suchen uns für die Nacht aber einen eher windgeschützten Campingplatz, wo wir uns auf einer riesigen Fußballwiese niederlassen. 

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Der nächste Morgen beginnt mit einer kleinen Fährfahrt. In Waterford erleben wir, dass man auch in Irland im Stau stehen kann. 

Nächster Halt ist Jerpoint Abbey - natürlich wieder eine Ruine, dieses Mal einer einst bedeutenden Klosteranlage. 

Weiter geht's nach Kilkenny ... ja, das kann man trinken, aber auch besuchen. Das Bier heißt hier übrigens Smithwicks und nur für den Export hat es den Namen der Stadt Kilkenny bekommen, damit auch wir Deutsche solch ein Gebräu bestellen können und uns nicht die Zunge am ursprünglichen Namen brechen. Kilkenny ist eine angenehme Stadt mit einer aus alten Häusern bestehenden Innenstadt, wo sich Pub an Pub reiht, die Häuser bunt bemalt sind und hübsch anzuschauen sind. Auch wir lassen uns hier treiben, genießen leckere Torten und Kaffee, spazieren zum Castle, am Fluß entlang und landen schließlich auch bei der bekannten Brauerei, die hier allerdings nur noch ein Besucherzentrum führt, in dem man alles, was das Herz begehrt, mit einem Kilkenny-Logo kaufen kann.

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Die heutige Tour endet in Cashel - mit dem berühmten Rock auf Cashel. Unser Campingplatz, die Cashel Logde, bietet Ausblick auf den Ruinenberg, und unsere Landlady spendiert uns sogar noch freien EIntritt in das Gemäuer für den morgigen Tag. Also bauen wir unser Zelt auf und tappeln zu Fuß in die Innenstadt, um dort bei einem Bier und einem sehr guten Steak den Abend ausklingen zu lassen. Auch die Ruinen der Hore Abbey liegen in SIchtweite zu unserem Campingplatz und eignen sich daher gut für den Verdauungsspaziergang. 

MIt dem nachts beleuchteten Castle geht ein schöner Tag zu Ende ... gute Nacht.

Letzte Änderung am Sonntag, 02 Juni 2019 20:42

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